Zwei Personen schauen sich Gemälde auf einer Art Stellwand-Galerie an, die mehrere Ebenen in den Raum geht

Sammlung

Die Sammlungen im Überblick

Die Sammlungen des Museums sind sehr vielfältig und bilden den Kern der Museumsarbeit. 

Die zahlreichen Objekte der Sammlungsbereiche Keramik, Glas und Metall erzählen insbesondere von den Kontexten bürgerlicher Lebenswelten. Sie informieren uns über den Stil der Zeitgenossen und ihren Bedarf an Kunstgegenständen, die vor allem im Alltag der Frankfurter Verwendung fanden.

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Die Sammlung „Alltagskultur und Haushalt II" ist eine Querschnittsammlung, die sich den Gegenständen des täglichen Gebrauchs widmet. Die Sammlung widmet sich der materiellen Überlieferung von Alltags-, Kultur-, und Sozialgeschichte mit Fokus auf Frankfurt der 1930er bis 1980er Jahre.

Ein wesentliches Kriterium für die Aufnahme in die Sammlung heute ist die Geschichte, die mit dem Objekt verbunden ist. Gerade die enge Verknüpfung von Objekt mit Geschichten lässt auf diese Weise eine dichte Beschreibung des Lebensalltags einiger begrenzter Bereiche von Frankfurter Bürger*innen zu unterschiedlichen Zeiten zu.

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Die Sammlung „Fotografie“ umfasst rund 290.000 fotografische Werke von den frühen Anfängen der Fotogeschichte in Frankfurt bis heute. Vertreten sind fast alle fotografischen Verfahren und Techniken von der Daguerreotypie über die Schwarzweiß- und Farbabzüge bis zum Digitaldruck, vom Glasnegativ bis zur digitalen Fotodatei. 

Die Sammlung beinhaltet Einzelwerke, Serien und Fotoalben professioneller Fotograf*innen und Fotoateliers, aber auch von Fotoamateuren und Knipserfotograf*innen – insgesamt mehr als 600 Namen. Hochwertige Künstlerabzüge stehen neben Dokumentarfotografien und Privatfotos. An der Entstehung der Sammlung lassen sich nicht nur die Stationen der Fotogeschichte, sondern auch die Entwicklung der Mediengeschichte bis ins 21. Jahrhundert ablesen. 

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Frankfurt ist schon seit dem Mittelalter eine bedeutende Handelsstadt. Schon früh lebten und arbeiteten hier Frankfurter Kaufleute, die wägten, maßen und rechneten. Und sie machten sich ein Bild von Europa und der Welt, mussten sie doch wissen, wo ihre Handelspartner saßen und wo die Handelsgüter herkamen. Diese Entwicklungen dokumentiert die Sammlung „Gegenstände aus Wissenschaft und Forschung".

Die Sammlung geht nicht auf eine fürstliche Kunst- und Wunderkammer zurück, wie es in Residenzstädten der Fall ist. Im Gegensatz dazu waren bereits 1691 in der Stadtbibliothek 27 Messinstrumente samt ihrer maßgefertigten Futterale verzeichnet und archiviert. In der Messestadt war es nötig, ständig über die aktuellen Längen-, Gewichts- und Hohlmaße zu verfügen. Die Instrumente der Sammlung umfassen deshalb Apotheken-, Feder- und Goldwaagen, genormte Gewichte aus Messing und Eisen, hölzerne Ellen und Zollstöcke sowie Hohlmaße aus Messing und Zinn. 

Die kostbaren astronomischen Instrumente des Historischen Museums umfassen Globen, Sonnenuhren, Astrolabien, Äquatorien, Planetarien, Weltmodelle, Fernrohre, Instrumente zur Ortsbestimmung und bedeutende Uhren Frankfurter Produktion. 

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Senator Friedrich Gwinner begründete mit seinem 1862 veröffentlichten Werk „Kunst und Künstler in Frankfurt am Main vom dreizehnten Jahrhundert bis zur Eröffnung des Städel'schen Kunstinstituts“ die Frankfurter Kunstgeschichtsschreibung. Damit war auch eine Voraussetzung für die Einbeziehung des städtischen Kunstbesitzes in eine breit angelegte kulturgeschichtliche Präsentation des Historischen Museums gegeben, das 1878 erstmals seine Pforten für die Besucher*innen öffnete.

Die Kunstsammlungen des Museums umfassen Gemälde, Skulpturen und Glasgemälde, sowie eine umfangreiche Grafische Sammlung. Den Grundstock, der etwa 3.200 Werke umfassenden Gemäldesammlung bilden die Schenkungen des Fürstprimas Carl von Dalberg (1744–1817) an die Museumsgesellschaft (1808), der Erben des Konditormeisters Johann Valentin Prehn (1749–1821) und des Handelsmanns Johann Georg Christian Daems (1774–1856) an die Stadt Frankfurt (1839, resp. 1845).

Dalberg hatte die Gemälde aus den säkularisierten Frankfurter Kirchen und Klöster erworben, darunter Werke von Albrecht Dürer, Mathias Grünewald, Hans Baldung Grien, Hans Holbein d.Ä. und dem Frankfurter Meister. Zugleich erwarb Dalberg aber auch Werke zeitgenössischer Frankfurter Künstler. Prehns Gemäldekabinett, ein einzigartiges Beispiel einer bürgerlichen Kunstsammlung, vereint über 800 Miniaturgemälde in 32 Klappkästen – darunter das berühmte, um 1410/20 geschaffene „Paradiesgärtlein” eines oberrheinischen Meisters (als Dauerleihgabe im Städel) – und über 30 großformatige Gemälde vor allem deutscher und niederländischer Künstler des 17. und 18. Jahrhunderts. Die über 200 Gemälde der Sammlung Daems stammen ebenfalls überwiegend von deutschen – besonders Frankfurter – und niederländischen Künstlern des 18. und 19. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf Landschaftsmalerei.

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Das Historische Museum Frankfurt verfügt – wie viele historische Museen – seit seiner Gründung über eine Grafische Sammlung, deren thematischer Schwerpunkt auf der Geschichte und Topografie Frankfurts liegt. Die Sammlung umfasst rund 76.000 Handzeichnungen, Druckgrafiken, Karten, Postkarten, Plakate u.v.m.

Den Grundstock der Grafischen Sammlung bilden mehrere private Sammlungen, die in den Gründungsjahren über die Stadtbibliothek an das Museum gelangt sind. So geschehen etwa mit der Frankofurtensien-Sammlung des Kaufmanns Johann Christian Gerning (1744–1802) und der Porträt-Sammlung des Senators Henrich Wilhelm Lehnemann (1723–1802).

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Schon im 19. Jahrhundert legte das Historische Museum Frankfurt den Grundstock für seine Höchster Porzellansammlung. Durch gezielte städtische Ankäufe, private Schenkungen und mit Hilfe seines Fördervereins, der Historisch-Archäologischen Gesellschaft e.V., hat das Museum eine umfangreiche systematische Sammlung von Höchster Fayencen und Porzellanen aufgebaut.

Zur Geschichte der Höchster Porzellansammlung

Die Sammlung umfasst mehrere Teilsammlungen aus dem Bereich der Technikgeschichte, die im weitesten Sinne die neue Entwicklung von Medien und Kommunikation seit der Mitte des 19.Jahrhunderts thematisieren, sowie eine Schriftgut-Sammlung (S-Inventar), die diesem Sammlungskontext angeschlossen wurde. Das Spektrum der technikgeschichtlichen Sammlungsobjekte umfasst die drei Bereiche: Werbeträger, optische Medien und analoge Aufzeichnungs- und Wiedergabegeräte. Zur Sammlung der Werbeträger gehören Firmenschilder Frankfurter Geschäfte, Produktwerbeschilder und Leuchtreklameträger, wie die beleuchtete Turmsilhouette des abgerissenen Kinos Turmpalast.

Die Abteilung der optischen Medien enthält Vorläufer der Fotografie- und Filmentwicklung. 1971 wurde die international als herausragend bewertete Sammlung von mehr als 500 meist handbemalten Laterna Magica Bildern des Wiener Projektionskünstlers Paul Hofmann aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erworben, die 1981 in einer großen Ausstellung mit Sammlungskatalog vorgestellt wurde.

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Frankfurt ist eine Stadt nahezu ohne bedeutende militärische Traditionen. Hier wurde immer mehr Wert auf Frieden und Wohlstand durch Handel gelegt. Der Waffenbestand, der neben Uniformen und Orden und Ehrenzeichen den Bestand der Militaria-Sammlung ausmacht, geht daher überwiegend auf die private Leidenschaft eines wohlhabenden Sammlers zurück.

Die gut 400 Waffen des Historischen Museums stammen aus dem 12. bis 20. Jahrhundert. Einige wenige davon stammten aus dem städtischen Zeughaus, wo sich die Frankfurter Kanonen und Mörser befanden. Sie wurden von Kanonieren, in Frankfurt „Konstabler” genannt, bedient. Ihre wichtigste Tätigkeit war das Abschießen von Böllern mit diesen Kanonen bei Kaiserkrönungen und großen Festen.

Der Bestand teilt sich mehrheitlich in zwei zeitliche Abschnitte: Das sind zum einen die älteren Waffen des 13. bis 18. Jahrhunderts. Aus dem Mittelalter gibt es einige Schwerter, Sporen und Steigbügel. Für die Zeit danach ist eine recht große Auswahl an Blankwaffen wie Säbel, Degen, Rapiere, Hellebarden und Partisanen vorhanden. Daneben gibt es eine kleinere Anzahl von Armbrüsten, Streitkolben, Richtschwertern, Pistolen und Gewehren. Zum Bereich der Reiterei gehören außerdem Zaumzeug, Sporen, Steigbügel und Hufeisen. Als Schutzkleidung der Kämpfenden befinden sich im Bestand des Museums Eisenhelme, Kettenhemden und Teile von fünf Rüstungen.

Einen völlig anders strukturierten Sammlungsbestand bilden die Waffen der „Freien Stadt Frankfurt” (1815-1866), die fast ausschließlich der Repräsentation dienten. 

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Von Beginn an sammelte das Historische Museum auch Kostüme und Trachten, Kopfbedeckungen und Schuhe, sowie Modeaccessoires als Zeugnisse des sich verändernden Zeitgeistes. Kostüme und Accessoires illustrierten vor allem die stil- und typengeschichtliche Entwicklung, während die Trachten das vom Untergang bedrohte ländliche Brauchtum dokumentieren sollten. Heute sammelt das Historische Museum Frankfurt Kleidung und Accessoires vor allem als Quellen zur Sozial- und Alltagsgeschichte, die sich mit so unterschiedlichen Aspekten wie der Mode als Zeichensystem und als Mittel sozialer Repräsentation beschäftigt. Die Bedeutung der Kleidung für die Körperformung und die durch Kleidung vermittelten moralischen Wertevorstellungen sind Forschungsfragen, die im Fokus der Arbeit mit der Sammlung stehen. 

Die Sammlung Mode und Textil mit über 16.000 Objekten umfasst neben den Schwerpunkten der bürgerlichen Damen- und Herrenbekleidung von der 2. Hälfte des 18. bis zum frühen 19. Jahrhundert sowie Damenkleidung aus der Zeit von 1850 bis in die 1930er-Jahre vor allem zahlreiche Beispiele der Alltags- und Freizeitkleidung nach 1945. 

Die Schmucksammlung umfasst über 700 Einzelstücke vom 17. bis zum 20. Jahrhundert und bildet damit ein weiteres wichtiges Element der Modegeschichte. Neben Edelmetallschmuck in Form von Colliers, Broschen, Ringen, Ohrgehängen und Taschenuhren aus dem Besitz wohlhabender Frankfurter Bürger*innen, ist auch Modeschmuck aus verschiedenen Kunststoffen ab Beginn der 1920er Jahre in der Sammlung vertreten. Einen weiteren wichtigen Bereich bilden Schmuckstücke für Trachten und religiöse Anlässe.

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Möbel als zentraler Bestandteil des Wohnens finden sich in nahezu allen kulturgeschichtlich geprägten musealen Sammlungen. Als materielle ‚Dingkultur' des täglichen Lebens in Frankfurt beschreibt und erklärt die Sammlung des Historischen Museums Wohn- und Lebensformen Frankfurter bürgerlicher Familien. Dabei demonstriert sie ein zeitlich weit gespanntes, vielseitiges Spektrum an Wohn- , Repräsentations- und Arbeitsmöbeln vom 17. Jahrhundert bis hin zu modernen Designobjekten.

Eine Besonderheit im HMF stellt die große Anzahl Barockschränke dar, die als sogenannte Frankfurter Schränke Eingang in die europäische Möbelgeschichte fanden. Dabei wird der Sammelbegriff auf verschiedene Schranktypen (Säulenschrank, Pilasterschrank, Wellenschrank, Nasenschrank, Stollenschrank) angewandt, deren Entwicklung auf die Frankfurter Schreinerzunft zurückgeführt wird. 

Innerhalb der jüngeren Möbelgeschichte ist die „Frankfurter Küche” sicher eine weitere Besonderheit der Main-Metropole. Die österreichische Architektin Margarete Schütte-Lihotzky entwickelte diese Vorläuferin der heutigen Einbauküche, die vor dem Hintergrund zunehmender Berufstätigkeit der Frauen neue Wege zur rationelleren Hausarbeit ermöglichen sollte. Die normierte Küche gehörte ab 1925 als fester Bestandteil der von Ernst May geplanten Siedlungen in die Wohnungen des „Neuen Frankfurt“.

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Der Grundstock der Sammlung stammt aus der Gründungszeit des Historischen Museums und den 1880er Jahren des 19. Jahrhunderts mit der Übernahme der Instrumente der städtischen Kapellmusik des 16. und 17. Jahrhunderts, den Instrumenten des Pfeifergerichts und denen des Frankfurter Bürgermilitärs aus der Zeit der Freien Stadt (1816-1866).

Bis zum Zweiten Weltkrieg konzentrierten sich die Erwerbungen auf den Frankfurter Instrumentenbau des frühen 19. Jahrhunderts, vor allem Flügel und Klaviere. Lauten, Mandolinen und Gitarren des 17. und 18. Jahrhunderts stammten aus Deutschland und England. Es wird bei diesen Objekten davon ausgegangen, dass sie in der Frankfurter Hausmusik verwandt worden und so wird das Ziel, eine für die Frankfurter Musikgeschichte repräsentative Sammlung zu pflegen, nur gelegentlich durchbrochen.

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Die Münzsammlung des Historischen Museums ist einzigartig in Deutschland. Griechen und Römer, Mittelalter und Neuzeit, Medaillen und Geldscheine geben einen Überblick über die Entwicklung unseres Geldes bis zum Euro.

Alles begann 1749, im Geburtsjahr Goethes. Die Witwe Elisabeth Katharina von Barckhaus vermachte der Stadt 3.296 griechische und römische Münzen. Dieser Bestand ist heute durch Ankäufe und Schenkungen auf mehr als 150.000 Objekte angewachsen. Die Frankfurt-Abteilung enthält fast lückenlos alle in Frankfurt geprägten Münzen und Geldscheine. Sie reichen von der Einführung des Pfennigs in Frankfurt durch Karl den Großen bis zur Einführung des Euro. Daneben gibt es einen großen Bestand an Medaillen auf Frankfurter Ereignisse und auf Frankfurter Personen. Besondere Schwerpunkte der Medaillen bilden die Prägungen zu den Frankfurter Kaiserkrönungen und die Gedenkstücke auf Johann Wolfgang Goethe. Eine größere Reihe von Prägestempeln veranschaulicht den Produktionsprozess der Frankfurter Münzen und Medaillen.

Die bedeutende Münzsammlung enthält Prägungen aller Münzstände im deutschen Raum. 

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Schon 1869 hatte der Magistrat beschlossen, dem zu errichtenden Historischen Museum aus den Sammlungen der Stadtbibliothek auch die „Sammlung von Gerätschaften und Schnitzwerken aus hiesigen Klöstern und Kirchen", „die mittelalterlichen Sandsteinskulpturen" und „die Glasmalereien und Holschnitzereien" zu überweisen. Dieser Bestand wurde später durch Ankäufe oder Schenkungen sakraler und profaner Werke ergänzt. Hinzu kamen Bauskulpturen abgerissener oder im Zweiten Weltkrieg zerstörter Häuser aus der Zeit vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert, Fundstücke archäologischer Ausgrabungen in der Stadt und der Umgebung und vom Dombaubüro überwiesene Skulpturen.

In den ersten Jahrzehnten seines Bestehens verfolgte das Historische Museum Frankfurt überdies regionale kunstgewerbliche Sammlungsinteressen und erwarb deshalb Skulpturen auch nichtfrankfurter Provenienz, etwa zwei zugeschriebene weibliche Heilige. Schließlich sammelt das HMF natürlich Portraitbüsten Frankfurter Persönlichkeiten, die aus öffentlichen Bauwerken, aus privaten Sammlungen oder von Grabmälern stammen.

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Die materiellen Spielwelten von Kindern und Jugendlichen des 19. und 20. Jahrhunderts geben Auskunft über die spielerische Aneignung der Welt zu unterschiedlichen Zeiten. Die Sammlung entstand durch großzügige Schenkungen von Frankfurter Bürger*innen. Seit den 1980er Jahren wird die Sammlung durch gezielte Erwerbungen und Schenkungen punktuell erweitert, um neue Perspektiven zu integrieren.

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Das Historische Museum der 1920er und 1930er Jahre des 20. Jahrhunderts verstand sich als Frankfurter Heimatmuseum mit kunsthandwerklicher Ausrichtung und einer dezidierten Frontstellung gegen die moderne Großstadt. Erst Ende der 1970er Jahre des 20. Jahrhunderts begann das Historische Museum mit dem Aufbau seiner heutigen Sammlungen zur Moderne im 19. und 20. Jahrhundert. In diesem Zuge wurde die Sammlung „Technik" begründet. Einen Schwerpunkt bilden Produkte Frankfurter Firmen mit überregionaler und weltweiter Bedeutung (Torpedo, Mayfarth, Deutsche Nähmaschinenfabrik, Voigt & Haeffner, Lahmeyer, Prometheus, Moenus, Wittekind & Pokorny, Max Braun).

1997 konnte die bis in das 19. Jahrhundert zurückreichende Instrumentensammlung von Hartmann & Braun erworben werden. Diese weltweit führende Firma stellte von 1884 bis 1997 in Frankfurt-Bockenheim Geräte der Mess- und Regeltechnik her. Sie entwickelte mit dem Federgalvanometer das erste brauchbare elektrische Betriebsmessinstrument. Ab 1930 vollzog sich der Schritt von der Mess- zur Regelungstechnik. Seit 1949 kam der Bereich der Automatisierungstechnik hinzu. Ein Highlight der Sammlung ist eine große Schalttafel mit Jugendstilelementen, die von 1898 bis 1927 in Betrieb war.

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Ein Rückblick auf März 2020: die erste Welle der Pandemie kommt nach Europa und auch nach Frankfurt. Wir rufen im Museumsblog dazu auf, uns Objekte, Geschichten einzureichen, erst einmal digital. Parallel dazu erweitern wir das Stadtlabor digital um die Kategorie Corona. Hier können direkt Bilder, Videos, Audios oder Texte hochgeladen werden. Die Frage war: Wie wollen wir uns später als Stadtgesellschaft daran erinnern?

Das Historische Museum bittet darum, gemeinsam zu sammeln, um in der Zukunft an die Zeit der Corona-Krise in Frankfurt zu erinnern. Wie werden wir uns in Frankfurt an die Corona-Pandemie erinnern? Was ist uns in Frankfurt wichtig (gewesen) in dieser Situation? Um diese Zeit in der Stadtgeschichte festzuschreiben, bittet das Historische Museum alle, gemeinsam zu sammeln: Bilder, Texte, Audios, Videos, Fotos, Objekte und Geschichten.

Nun ist die Pandemie 2023 vorbei – wir sammeln weiter: persönliche Erinnerungen etwa und Einblicke in den Alltag. Als Frankfurt Museum werden nur Einreichungen aufgenommen, die sich direkt auf die Stadt beziehen. Einreichungen, die keinen Bezug zu Frankfurt haben, werden an das bundesweite sammelnde Corona-Archiv verwiesen.

Wie funktioniert das Sammeln?

Via E-Mail: Bilder, die den Alltag in der Pandemie beschreiben oder von Dingen erzählen, die Ihnen durch den Alltag geholfen haben, können per Mail an das Museum geschickt werden. Bitte erzählen Sie uns auch, warum das so wichtig für Sie ist oder war. Wir kontaktieren Sie dann (bitte etwas Geduld). Welche Objekte schließlich wirklich in die Museumssammlung aufgenommen werden, entscheiden wir dann gemeinsam. Ein Hinweis: Masken haben wir schon sehr viele bekommen. Uns fehlen aber noch Gegenstände von Personen und Bereichen, die über die beiden Jahre besonders eingespannt sind: wie Menschen, die im medizinischen Bereich arbeiten...

Über Ihre E-Mail freuen sich die Kuratorinnen Dorothee Linnemann und Nina Gorgus .

Wir danken Ihnen sehr für Ihre Bereitschaft, Ihren Alltag in der Corona-Pandemie in Frankfurt mit zu teilen und zu dokumentieren!

Ein voller Staubsaugerbeutel, Kinokarten, ein Pizzakarton, … – gehört das in ein Museum? Ja, denn diese Objekte erzählen Geschichten des Alltags. 

Die Arbeit „Von Jedem Eins“ des Frankfurter Künstlers Karsten Bott umfasst 1.507 Objekte der Alltagskultur. In einem wandfüllenden Regal mit 45 Fächern sortiert er sie thematisch. Seit Oktober 2021 ist das Kunstwerk nicht nur in der Dauerausstellung des HMF zu sehen, sondern kann auch in einer neuen Medienstation und online von zu Hause erkundet werden. Hier laden wir User*innen dazu ein, ihre eigenen Geschichten zu den Dingen zu erzählen und Fotos oder Erinnerungen zu teilen.

Machen Sie mit!

Sieben Objekte der Frankfurter Stadtgeschichte werden aus persönlichen und transkulturellen Perspektiven neu erzählt. Die Geschichten können angehört und mit der Fertigstellung des neuen Ausstellungshauses auch vor Ort angesehen werden.

Geflüchtete Akademiker und Studierende der Goethe-Universität Frankfurt folgten einer Einladung des Museums, um ihre ungewöhnlichen Geschichten zu historischen Museumsobjekten zu erzählen. In einem vier Monate dauernden Projekt wurden Objekte aus der Sammlung des Museums ausgewählt und neu betrachtet. In den Mittelpunkt der Betrachtungen stellen die Teilnehmer eigene fachliche und persönliche Interessen. Mit feinfühligen Erzählungen hinterfragen die Autorinnen und Autoren tradierte historische Überlieferungen und thematisieren dabei ihre ganz persönlichen Sichtweisen und Erkenntnisse.

Projektleitung: Puneh Henning, Historisches Museum
Kooperationspartner: academic experience Worldwide e.V., Forschungszentrums für Historische Geisteswissenschaften, Goethe-Universität, Studiengruppe „sammeln, ordnen, darstellen“
Gefördert durch: Aventis Foundation „eXperimente“

Die Sammlungen wurden im Magazin CURA 2021 vorgestellt.

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Im Historischen Museum Frankfurt widmen sich sechs Restauratoren*innen verschiedener Fachbereiche dieser anspruchsvollen Tätigkeit. Sie sind verantwortlich für die Erhaltung von über 600.000 Einzelobjekten, die aus unterschiedlichen Materialen und in diversen Techniken gefertigt wurden.

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