Spielwelten von Kindern und Jugendlichen des 19. und 20. Jahrhunderts
Spielwelten im Miniaturformat
Was früher Kinderherzen höher hat schlagen lassen, wird nun im Museum aufbewahrt. Manchmal sind die Gebrauchsspuren sichtbar, manchmal deutet der gute Zustand darauf hin, dass wenig damit gespielt wurde. Die Kaufläden, Bau- und Konstruktionskästen, (technischen) Modelle, Fahrzeuge, Modelleisenbahnen, Kinderfahrzeuge, Spielhäuser und Spielzeugtiere, Puppen, Puppenhäuser und -küchen, Gesellschaftsspiele, Blech- und Holzspielzeug oder optisches Spielzeug geben zudem Auskunft über gesellschaftlichen Wandel, Veränderungen der Materialen bis hin zur Technisierung.
Viele der Objekte stammen aus bürgerlichen und eher wohlhabenden Frankfurter Haushalten und sind oftmals von Handwerksbetrieben hergestellt wurden. Einzelstücke wie Gartenpavillons oder Modeläden transportieren zeitgenössische ästhetische Vorstellungen.
Das Highlight der Sammlung ist das Puppenhaus aus der Familie Gontard aus der Zeit um 1750, das in der Dauerausstellung „Frankfurt Einst“ gezeigt wird. Das Puppentheater von Johann Wolfgang von Goethe ist als Dauerleihgabe im Goethe-Haus zu sehen.
Spielzeug aus Kriegs- und Notzeiten
Spielzeug in Kriegs- bzw. Nachkriegszeiten sind selten dokumentiert und selbst hergestelltes Spielzeug kaum mehr zu finden. Dem Museum gelang es 2009 einen seltenen Spielzeugbestand zu erwerben, der Kindheit in Deutschland während und nach der Zeit des Zweiten Weltkriegs dokumentiert.
Zinnfiguren
Zinnfiguren waren das meist verbreitete Spielzeug für Jungen im 19. bis ins frühe 20. Jahrhundert. Zumeist galt es, militärische Ereignisse nachzustellen. Die Sammlung umfasst jedoch auch Themen wie Botanik oder städtische Ereignisse wie das Schützenfest von 1862.
Brettspiele für Erwachsene
Die historischen Brettspiele aus dem 17. und 18. Jahrhundert bestechen durch ihre Materialvielfalt und Kunstfertigkeit in der Ausarbeitung und sind ein wichtiger Bestandteil nicht nur der Frankfurter Kulturgeschichte.
Sammlung Walter
Der biografische Nachlass gibt prägnant Auskunft über Kindheit und Jugend während des Nationalsozialismus in Frankfurt. Der Nachlass ist in der Dauerausstellung „Frankfurt Einst?“ ausgestellt.
Marionetten und Puppen
Das Marionettentheater von Hans Kohl erinnert an gesellschaftliche Vergnügungsformen, wie sie bis Mitte des 20. Jahrhundert erfolgreich auch in Frankfurt bestanden. Dafür stehen auch die Handpuppen von Liesel Simon. Die erfolgreiche Künstlerin und Unternehmerin musste während des Nationalsozialismus fliehen. Die Puppen von Liesel Simon, ein Geschenk der Nachfahren, sind in der Dauerausstellung „Frankfurt Einst“ ausgestellt.
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