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Vase aus dem Friedenszimmer im Hotel „Zum Schwan“

Am 10. Mai 1871 wurde im Hotel „Zum Schwan“ der Friede von Frankfurt geschlossen und damit die Grundlage für die Einführung der Mark geschaffen.

Der „Friede von Frankfurt“ bestätigte den Vorfrieden von Versailles und beendete den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Das siegreiche Deutschland erhielt von Frankreich die Gebiete Elsass und Lothringen mit Straßburg und Metz sowie eine Reparationssumme von fünf Milliarden französischer Francs. Mit diesem Geld konnten die Kosten einer deutschen Münzvereinheitlichung getragen werden. Diese war die Voraussetzung zur Schaffung der Markwährung.

Reichskanzler Otto von Bismarck und der französische Außenminister Jules Favre führten die Verhandlungen im Hotel „Zum Schwan“ im Steinweg. Frankfurt war nur fünf Jahre zuvor preußisch geworden. Hier nun diesen historischen Frieden zu schließen, war für Bismarck eine Chance, die Stadt mit Preußen zu versöhnen. Das betonte er auch in einer Rede: „Es ist mir ein schöner Gedanke, dass der erste große politische Akt des wiedererstehenden Deutschen Reiches gerade in Frankfurt, der alten deutschen Kaiser- und Krönungsstadt, sich hat vollziehen können. Ich wünsche von Herzen, dass der Friede von Frankfurt auch den Frieden für Frankfurt und mit Frankfurt bringen werde.“

Das Zimmer blieb nach dem Friedensschluss erhalten und konnte besichtigt werden. Nach Abbruch des Hotels kamen insgesamt 34 Teile der Zimmerausstattung in das Historische Museum. Dazu gehört auch die Vase mit dem gemalten Blumenbukett aus Anemone, Nelke, Rose und Malve. Sie stand zwischen den beiden Fenstern auf einem Guéridon, einem Beistelltisch aus schwarzem Ebenholz. Die mit plastischen Voluten und Blüten, Schnörkeln und Blättern geschmückte Vase entspricht ganz dem Stil des Neorokokos.

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