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Sammlung - Technik

Das Historische Museum der 1920er und 1930er Jahre des 20. Jahrhunderts verstand sich als Frankfurter Heimatmuseum mit kunsthandwerklicher Ausrichtung und einer dezidierten Frontstellung gegen die moderne Großstadt. Erst Ende der 1970er Jahre des 20. Jahrhunderts begann das Historische Museum mit dem Aufbau seiner heutigen Sammlungen zur Moderne im 19. und 20. Jahrhundert. In diesem Zuge wurde die Sammlung „Technik" begründet.
 Einen Schwerpunkt bilden Produkte Frankfurter Firmen mit überregionaler und weltweiter Bedeutung (Torpedo, Mayfarth, Deutsche Nähmaschinenfabrik, Voigt & Haeffner, Lahmeyer, Prometheus, Moenus, Wittekind & Pokorny, Max Braun).
 
1997 konnte die bis in das 19. Jahrhundert zurückreichende Instrumentensammlung von Hartmann & Braun erworben werden. Diese weltweit führende Firma stellte von 1884 bis 1997 in Frankfurt-Bockenheim Geräte der Mess- und Regeltechnik her. Sie entwickelte mit dem Federgalvanometer das erste brauchbare elektrische Betriebsmessinstrument. Ab 1930 vollzog sich der Schritt von der Mess- zur Regelungstechnik. Seit 1949 kam der Bereich der Automatisierungstechnik hinzu. Ein Highlight der Sammlung ist eine große Schalttafel mit Jugendstilelementen, die von  1898 bis 1927 in Betrieb war.
 
Die 1880 in Frankfurt gegründeten Adlerwerke stellten anfangs nur Fahrräder her. 1896 erwarb die Firma die Patente für eine innovative Typenstangenschreibmaschine. Bald danach bauten die Adlerwerke auch Automobile und Motorräder. 1956 entstand daraus die Firma Triumph - Adler.
 
Dauerleihgaben von technisch bedeutenden Objekten des Historischen Museums befinden sich in drei Frankfurter Spezialmuseen. Im Verkehrsmuseum zu Schwanheim stehen Wagen der seit 1872 betriebenen Pferdestraßenbahn und solche der seit 1884 verkehrenden Straßenbahn der Linie Frankfurt am Main – Offenbach. Die technischen Sammlungen Hochhuth beherbergen eine Dampfmaschine von Fries & Sohn aus dem Jahr 1908. Im Feuerwahrmuseum Frankfurt steht die erste  von der Frankfurter Feuerwehr eingesetzte „Dampfspritze” von 1887 und die Handdruck-Spritze der freiwilligen Feuerwehr Hausen von 1892.
 
Mit der Berücksichtigung der modernen Großstadt und Industriestadt des späten 19. und 20. Jahrhunderts kehrte das Museum zu seinen Wurzeln als Museum der ganzen Geschichte Frankfurts zurück.