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Industriepark Höchst Luftaufnahme (Ausschnitt) © 2011 Infraserv GmbH & Co Höchst KG
Plakat der Gesellschaft des ächten Naxos Schmirgels, 1880
Gesellschaft des ächten Naxos Schmirgels, Naxos Union, Schmirgel-Dampfwerk Frankfurt am Main. Klimsch’s Druckerei J. Maubach & Co., Frankfurt 1880. HMF.C03334, Foto: © HMF: Horst Ziegenfusz

Frankfurt präsentiert sich als Stadt der Banken und Dienstleistungen. Für das Einkommen der Stadt spielt aber die Industrie eine viel größere  Rolle! Bis heute wird in Frankfurt produziert, die Standorte verteilen sich auf das gesamte Stadtgebiet und fallen daher kaum auf. Mit seinem Modell schafft Rob Voerman eine verdichtete Darstellung der Orte, Produkte und Personen des industriellen Frankfurt.

Das Markenzeichen von Frankfurt ist die Kombination unterschiedlicher Branchen. Frankfurts Weg in die Industrialisierung begann erst ab den 1870er Jahren. Zu dieser Zeit war die Infrastruktur schon weit entwickelt, die Verkehrswege waren gut ausgebaut, Frankfurt konnte gleich auf hohem Niveau einsteigen. Die 1884 neu eingeführte städtische Bauordnung erlaubte es, „belästigende Betriebe“ nun auch im Stadtgebiet zu bauen. Bis heute zeugen noch viele rote Backsteingebäude an den Rändern der Innenstadt von Frankfurts industrieller Vergangenheit. Und auch das erste Frankfurter Hochhaus aus dem Jahr 1926 gehörte nicht einer Bank, sondern der Firma Mouson, die dort Parfüm herstellte.
 
Die Industrialisierung Frankfurts stützte sich auf die neuen Technologien; rauchende Schornsteine, wie man das von früh-industrialisierten Städten kennt, waren eher die Seltenheit. Ob Schreibmaschinen, Karosserien, Maschinen, Messgeräte oder das erste Chemotherapeutikum ‑ viele Produkte, die global Furore machten, wurden einst in Frankfurt hergestellt. Während die meisten Produktionsorte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts in die Umgebung bzw. ins Ausland verlagerten, baute die chemische Industrie vor allem in Höchst ihren Standort aus. Bis heute ist das Kennzeichen von Frankfurt als Industriestadt die Vielfalt.