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Theodor Wonja Michael
(1925-2019)

Schwarz und Deutschsein – ein Widerspruch?

Präsentation im biografischen Kabinett in der Dauerausstellung „Frankfurt Einst?“ im Historischen Museum Frankfurt ab 24. November 2021.
Theodor Wonja Michael wurde 1925 als Kind eines kamerunischen Vaters und einer preußischen Mutter in Berlin geboren. Mit der Machtübername der Nationalsozialisten fand er sich in einem Deutschland wieder, das ihm zunehmend feindselig gegenüberstand: er konnte seine Schulbildung nicht abschließen und keine Ausbildung finden. Als Darsteller in NS-Propagandafilmen sollte er „den Primitiven“ mimen. Die Angst der Zwangsterilisation und der Versuch, nicht aufzufallen, begleiteten den NS-Zeitzeugen Theodor Wonja Michael durch sein Leben.  Nach dem Zweiten Weltkrieg verließ er seine Heimatstadt und  kam ins  Displaced Persons Camp in Frankfurt Niederrad. In Hessen lernte er seine Frau kennen, gründete eine Familie und begann eine Schauspiel Karriere.
Noch immer ist über das Leben schwarzer Deutscher in Frankfurt vor, während und nach dem Nationalsozialismus wenig bekannt. Dabei hatte die Rassenideologie des 20. Jahrhunderts für sie ebenfalls weitreichende Konsequenzen.  Theodor Michaels wechselhaftes Leben mit einer Karriere als Redakteur und erster Schwarzer Deutscher im hohen Dienst beim BND, zeigt die Hürden und Chancen für Schwarze Menschen in Deutschland auf. Somit geht die Ausstellung auf die Spurensuche Deutscher Geschichte aus einer bisher kaum erwähnten, Schwarzen Perspektive.