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Aktionstag: Mit allen Sinnen

Anlässlich des „Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung“ stellt das Historische Museum Frankfurt das Projekt „Inklusives Museum“ vor.

Nach der Vorstellung besteht die Möglichkeit, die Touren in Deutscher Gebärdensprache und in Leichter Sprache auf dem Multimediagerät auszuprobieren – Feedback ist willkommen. Außerdem finden Lesungen von Texten in Leichter Sprache aus dem Projekt „Frankfurt deine Geschichte“ des Literaturhauses Frankfurt statt.
Die Eröffnung des neuen Ausstellungshauses hat das Museumsteam zum Anlass genommen, noch stärker als bisher ein „Museum für alle“ zu planen. Die Bedürfnisse der Besucherinnen und Besucher des Museums haben dabei einen hohen Stellenwert. Die Inhalte des HMF werden auf vielfältige Weise für Menschen mit speziellen Bedürfnissen zugänglich gemacht. Teilweise handelt es sich um ganz einfache Dinge, die einfach nur „mitgedacht“ werden mussten. Darüber hinaus wurden und werden auch aufwendige Maßnahmen realisiert, wie beispielsweise ein Blindenleitsystem, das das gesamte Museum erschließt, Touren auf dem Multimediaguide in Leichter Sprache, Deutscher Gebärdensprache und in Audiodeskription und eine Reihe von Tastobjekten und „Hands-on-Stationen“, die die Themen des Museums auf spielerische Weise und nach einem „Mehr-Sinne-Prinzip“ vermitteln. Was alle Maßnahmen verbindet: Viele Expertinnen und Experten in eigener Sache begleiten und beraten das Museum auf seinem Weg zu einem „inklusiven Museum“, so ist im Museumsalltag vor allem auch eine inklusive Haltung herangereift. Im Rahmen der Veranstaltung werden die Projektideen, die Projektpartner und bereits realisierte und noch geplante Maßnahmen vorgestellt.
 
Programm
14 Uhr Grußworte
Susanne Gesser, Historisches Museum Frankfurt
Prof. Daniela Birkenfeld, Sozialdezernentin der Stadt Frankfurt
Winfrid Kron, Hessisches Sozialministerium, Referat UN-Behindertenrechtskonvention

14:15 Uhr Vorstellung des Projektes „Inklusives Museum“
Anne Gemeinhardt, Historisches Museum Frankfurt

14:45 Uhr Vorstellung der barrierefreien Angebote des Multimediaguides
Tine Nowak, Historisches Museum Frankfurt
Marianne Preis-Dewey, Capito Frankfurt
Sascha Nuhn, Gekom gGmbh, Frankfurt
Annalena Knors, Museumsberaterin, Berlin

15:15 Uhr „Frankfurt, deine Geschichte. Literatur in einfacher Sprache“
Hauke Hückstädt, Literaturhaus Frankfurt
Lesung

15:45 Uhr Rundgang durch die Ausstellungen mit dem Multimediaguide
Lesungen von Texten in einfacher Sprache

16:45 Uhr Feedback (Leopold Sonnemann-Saal)
 
Förderer des Projektes
Hessisches Ministerium für Soziales und Integration, Referat UN-Behindertenrechtskonvention
Stadt Frankfurt am Main, Dezernat für Soziales, Senioren, Jugend und Recht
Rotary Frankfurt
Hessischer Museumsverband
Ursula Ströher Stiftung
Freunde & Förderer des Historischen Museums Frankfurt
Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt
Kooperationspartner
Stabsstelle Inklusion der Stadt Frankfurt am Main
Literaturhaus Frankfurt
Netzwerk Inklusion Frankfurt
blista (Deutsche Blindenstudienanstalt) e.V., Marburg
Blinden- und Sehbehindertenbund in Hessen e.V.
Frankfurter Stiftung für Gehörlose und Schwerhörige
Praunheimer Werkstätten gGmbH
Lebenshilfe Frankfurt e.V.

Ansprechpartnerin im Historischen Museum:
Anne Gemeinhardt, Kuratorin für Bildung und Vermittlung           

Weitere Projekte zum Inklusiven Museum

Im Vorfeld der Fachkonferenz „Mit allen Sinnen — das inklusive Museum“ bewarben sich über 70 Museen, Vereine, Universitäten, Unternehmen und Wissenschaftler mit einem Call for Paper.
Die Vielfalt der eingereichten Projekte zeigt, wie viele Institutionen sich aktiv für mehr Teilhabe und Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung einsetzen. Auf dieser Seite können Sie mehr über die innovativen und erfolgreichen Projekte zu Inklusion und Barrierefreiheit im Museum erfahren, die im Rahmen des Call for Papers eingereicht wurden.

Baden-Württemberg

Die Zumutung des Hörens

Im Rahmen der Ausstellung „Möglichkeit Mensch“ (Zeppelin Museum) wurde das dortige ZeppLab in einen Hör-Raum mit interaktiven Stationen verwandelt, um Themen wie Hören, Gehörlosigkeit und Schwerhörigkeit sowie neue Technologien wie das Cochlea-Implantat zu diskutieren.
Kontakt:
Universität Konstanz, DFG-Forschergruppe „Mediale Teilhabe. Partizipation zwischen Anspruch und Inanspruchnahme“, Prof. Dr. Beate Ochsner, Dr. Markus Spöhrer, M.A. Robert Stock, robert.stock[a]uni-konstanz.de
 

Bayern

Inklusive Kulturvermittlung am Kunstmuseum Bayreuth

Das Kunstmuseum bietet bei jeder der vier jährlichen Wechselausstellungen Führungen an, die sich auch an sehbehinderte und blinde sowie gehörlose und schwerhörige Besucherinnen und Besucher richten. Ausgewählte Exponate werden mit Tastkopien und Modellen beschrieben.
Kontakt und Link:
Kunstmuseum Bayreuth, Philipp Schramm, sammlung[a]kunstmuseum-bayreuth.de

 

Aktive Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Im Rundfunkmuseum Fürth ist seit März 2015 ein Praktikant mit Down-Syndrom beschäftigt. Leonhard Ley unterstützt das Museumsteam vielfältig: er achtet auf Sauberkeit, kuvertiert Flyer, übernimmt Teile von Führungen und wirkt bei Veranstaltungen mit.
Link:
www.rundfunkmuseum.fuerth.de
 

Berlin

Agentur für inklusive Kompetenzentwicklung

Auf dem Weg zum inklusiven Museum müssen zunächst Barrieren in den Köpfen abgebaut und inklusive Kompetenz auf allen Ebenen entwickelt werden. Dazu bieten wir Praxisseminare an, die sich eng am Arbeitsalltag orientieren, um eine tragfähige Kultur der Inklusion in Ihrem Haus zu verankern.
Kontakt und Link: 
MehrWert Inklusion, Bea Gellhorn, gellhorn[a]mehrwert-inklusion.de 
 

Führungen in Leichter Sprache

Die Übersichtsführung für Menschen mit Lernschwierigkeiten am Denkmal für die ermordeten Juden Europas unterstützt die Teilnehmer dabei, sich das Denkmal und den Ort der Information als Gedenkort zu erschließen. Die Führung in Leichter Sprache wurde von Capito Berlin zertifiziert.
Kontakt und Link:
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, besucherservice[a]stiftung-denkmal.de
 

Platz da!

„Platz da!“ setzt bei der Frage an, wer eigentlich Kunst vermittelt. Um welche Personen handelt es sich für gewöhnlich und wie verändert sich die Perspektive, wenn dies Menschen mit Behinderung sind?
Kontakt und Link:
stefanie.wiens[a]gmail.com, Projekt „Platz da!“ 

Hessen

Raum und Behinderung. Wahrnehmung und Konstruktion aus raumsoziologischer Perspektive

Die Autorin Marie-Theres Modes diskutiert anhand interdisziplinärer Perspektiven, wie Räume Deutungen von Behinderung beeinflussen und verändern. Was kennzeichnet als inklusiv wahrgenommene Räume? Wie kann Inklusion als komplexer Prozess von Wahrnehmung gedacht werden?
Link:
Publikation beim Transcript Verlag
 

„Soft Skills“ im inklusiven Museum

Ein Plädoyer für die Vorbereitung der Museumsmitarbeiter auf Begegnungen mit unterschiedlichsten Besuchern, denn die Barrieren in den Köpfen sind neben barrierefreier Architektur und Vermittlung die größte Herausforderung auf dem Weg zur Inklusion.
Kontakt:
MosGiTo, Gisela Moser, info[a]mosgito.de
 

„StadtMuseum inklusive, beteiligen – nicht behindern!“

Das Projekt wird von der Kulturstiftung des Bundes im Fonds Stadtgefährten gefördert. Kooperationspartner sind die Werkstätten für Behinderte Rhein-Main e.V., der Rüsselsheimer Kunstverein e. V. und die Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel.
Kontakt und Link:
Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim, Projektleitung M.A. Cornelia Röhlke, Cornelia.Roehlke[a]ruesselsheim.de
 

Museum teilen - Inklusive Vermittlungsarbeit im Weltkulturen Museum Frankfurt

Eine inklusive künstlerische Workshopreihe der Studierenden der Goetheuniversität Frankfurt und den Praunheimer Werkstätten zu den Themen „Liebe“, „Emotionen“ und „Ausgrenzungen“.
Kontakt und Link:
Weltkulturen Museum Frankfurt, stephanie.endter[a]stadt-frankfurt.de