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Joseph Chabord Selbstbildnis mit der Büste des Fürstprimas Dalberg 1810 © HMF Foto Horst Ziegenfusz
Eine Besucherin steht vor dem Annenaltar in der Sammlung Dalberg
Annenalter in der Ausstellung Sammler und Stifter © HMF Petra Welzel

Die Gründung des „Frankfurter Museums”
Die vom Fürstprimas des Rheinbundes, Carl Theodor von Dalberg, angekauften Tafelgemälde des 15. und 16. Jahrhunderts aus Frankfurter Kirchen wurden zum Grundstock der 1808 von Bürgern gegründeten Museumsgesellschaft.
Dalberg beließ es aber nicht dabei, sondern schenk­te auch zahlreiche Werke zeitgenössischer Frankfurter Künstler wie Christian Georg Schütz d.J., Anton Radl, Johann Philipp Ulbricht oder Ursula Magdalena Reinheimer. So entstand ein eindrucksvoller Spannungsbogen über vier Jahrhunderte Frankfurter Malerei.

Dalbergs Reformen im Großherzogtum Frankfurt zielten auch auf die Förderung der bildenden Kunst. Auf Initiative des Legationsrats Nikolaus Vogt und verschiedener Frankfurter Künstler wurde 1808 das „Frankfurter Museum” gegründet, dem Dalberg nicht nur die Gemälde aus den säkularisierten Frankfurter Kirchen und Klöstern schenkte, sondern auch zahlreiche von ihm erworbene oder in Auftrag gegebene Werke zeitgenössischer Frankfurter Künstler wie Christian Georg Schütz d.J., Anton Radl, Johann Philipp Ulbricht oder Ursula Magdalena Reinheimer. Die Veranstaltungen des neugegründeten Museums zielten auf eine umfassende Bildung der Bürger, wie Konzerte, Vorträge und Kunstpräsentationen.

Der Annenaltar
Ein herausragendes Stück der Sammlung Dalberg ist der Annen-Altar, der erstmals seit über 200 Jahren wieder vollständig zu sehen ist. Hinzu kommen weitere, seit langem nicht mehr ausgestellte Werke wie das Philipp Uffenbach zugeschriebene, großformatige „Jüngste Gericht” aus den 1630er Jahren, Joseph Nikolaus Peroux „Tod des Königs Günther von Schwarzburg und seine Versöhnung mit seinem Gegner Carl IV.” von 1808, Christian Georg Schütz des Jüngeren „Ansicht des Brünhildenstein auf dem Feldberg" von 1810 oder Joseph Chabords „Selbstbildnis mit der Büste des Großherzogs von Frankfurt, Carl Dalberg,” von 1810.