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Das Foto zeigt einen Visierhelm aus dem 16. Jahrhundert
Visierhelm aus dem 16. Jahrhundert © HMF Uwe Dettmar
Besucher betrachten die Waffen der Sammlung Fellner
Waffensammlung Fellner © HMF Stefanie Kösling

Die Sammlung Fellner

„Waffen für Frankfurt“

Die Waffensammlung des Frankfurter Bürgers Christian Alexander Fellner (1800-1883) wurde für die Präsentation in der Dauerausstellung „Frankfurter Sammler und Stifter” neu erforscht und einer umfangreichen Restaurierung unterzogen.

Es ist der gesamte Bestand, den Fellner zusammengetragen hat. Er sammelte Säbel und Degen, Pistolen und Gewehre, Rüstungen und Kettenhemden, Armbrüste und Schilde, Helme und Hellebarden; dazu auch die entsprechende Fachliteratur. Die wertvolle Waffensammlung sollte ursprünglich dem Germanischen Nationalmuseum zu Nürnberg vermacht werden. Doch als 1877 auch in seiner Heimatstadt ein städtisches historisches Museum gegründet wurde, entschied Fellner sich, die ganze Sammlung der Stadt Frankfurt zu stiften. Die Stücke bilden seither den Kernbestand der Militaria-Sammlung des HMF.

Michael Fellner (1720–1798) kam aus Regensburg in die Freie Reichsstadt Frankfurt. Bereits in der dritten Generation hatte sich die Familie fest in der Frankfurter Gesellschaft verankert. Die Kinder, wie der Sohn Johann Christian betrieben Handel oder waren im Bankgeschäft tätig. Nur Ferdinand, der Älteste, wählte einen schöngeistigen Beruf und wurde Künstler. Von ihm stammen zwei der Kaiserbilder im Römer. Sein jüngerer Bruder, Carl Constanz Victor, war beim Einzug der Preußen in Frankfurt 1866 Bürgermeister der Stadt. Ein weiterer Bruder, Christian Alexander (1800–1883), konnte es sich als einziger leisten als „Bürgerssohn” sein Leben zu fristen. Zusammen mit seiner Schwester Margarete Friederike wohnte Christian Alexander Fellner im Hermesweg am Anlagenring. Neben dem Pflanzenstudium – Christian Alexander legte eine eigene botanische Sammlung an – galt sein besonderes Interesse alten Waffen.