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Mein Stadionbad -
Eine Ausstellung mit Schwimmbad

Stadtlabor unterwegs im Stadionbad
9. Mai bis 16. September 2012
Erste Schwimmversuche, große Liebe oder eingeschworene Freundeskreise. Mit dem Stadionbad verbinden sich schon immer Erinnerungen an sommerliche Erlebnisse. Seit fast 90 Jahren ist das Bad ein wichtiger Ort für viele Frankfurter/innen. Die zweite Ausstellung des partizipativen Ausstellungsformats stadtlabor unterwegs brachte Erfahrungen und Erinnerungen von Badegästen zum Vorschein und erzählte die lange Geschichte des ältesten Freibads von Frankfurt.

Weitere Materialien 
Projektblog
Dokumentation
Film


 
Die Ausstellung
Die Ausstellung wurde von einer kleinen Gruppe passionierter Frühschwimmer, den Freunden des Stadionbades e.V. initiiert. Über einen Zeitraum von etwa eineinhalb Jahren fanden Treffen statt, um gemeinsam thematisch, inhaltlich und organisatorisch zu arbeiten. Die Ausstellung wurde im Niederräder Freibad Stadion, auf 58.000 m² Gelände und in den Schwimmbecken unter Wasser gezeigt.
Der partizipative Gedanke sollte bei diesem Projekt besonders während der Laufzeit der Ausstellung in der Badesaison 2012 umgesetzt werden: Es wurden einige Elemente der Beteiligung integriert, die die Bad- und Ausstellungsbesucher dazu anregten, direkt und unmittelbar, aber auch über das Web ihre persönliche Sicht und ihre Geschichte in die Ausstellung zu integrieren. Das heißt, die Ausstellung selbst forderte die Besucher zur Partizipation auf und ließ sie zu Akteuren werden.
 
Die Inhalte
Die fast 90-jährige Geschichte des Bads sollte wieder lebendig gemacht werden. Die lange Geschichte des Orts wurde den Besucher/innen des Freibads in einer Chronologie nahegebracht.
Einer Sammlungsaktion waren Erinnerungsstücke wie etwa Freischwimmerausweise und Bilder zu verdanken. Filminterviews mit Erinnerungen an das Freibad der 1930er bis 1980er Jahre ergänzten den historischen Teil.
Der zweite Ausstellungsschwerpunkt lag auf der Arbeit, die hinter den Kulissen des Freibads täglich geleistet wird. Ein exemplarischer Tagesablauf stellte die Arbeit der Mitarbeiter/innen in den Mittelpunkt. Einen ganzen Tag von 5 Uhr bis 22 Uhr wurden die Mitarbeiter/innen des Stadionbads bei ihren Arbeitsschritten begleitet und ihre Tätigkeiten dokumentiert. Exemplarisch wurde damit gezeigt, welche Mühe und Technik notwendig sind, um das Freibad und die 52.900 m2 große Anlage in Betrieb zu halten. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiter/innen des Stadionbads gestaltete sich im Lauf der Monate sehr eng, nicht zuletzt, da die Ausstellung an ihrem Arbeitsort stattfand.
Drittens kamen die Badegäste selbst zu Wort. Wir wollten wissen, wie deren Gewohnheiten aussehen und wo ihre Lieblingsorte sind. Ausgehend von kleinen Interviews, die im Sommer 2011 geführt wurden, entstand im Lauf der Zeit eine „Typologie der Schwimmer”. Insgesamt fünf Stadionbadtypen wurden in der Ausstellung vorgestellt: Wasserratten, Sonnenanbeter, Turmspringer, Poser und Frühschwimmer. In der Badesaison 2012 waren wir außerdem auf der Suche nach weiteren Schwimmbadtypen.
 
Das Rahmenprogramm
Ein vielseitiges Rahmenprogramm begleitete und ergänzte die Ausstellung, griff unterschiedliche Aspekte auf und vertiefte sie. Im Angebot waren Führungen zur Geschichte des Stadionbads und Gänge durch die Technik unter den Schwimmbecken; Außerdem gab die Interviewstation im Stadionboot mittwochs die Gelegenheit, die Ausstellung mit all ihren Perspektiven zu erfahren. Auch der sportliche Besucher kam nicht zu kurz: Unterwasserfotos und Schnuppertauchen ließen kaum Wünsche offen. Ebenso wichtig war es, die Stimmen derjenigen einzufangen, die zu den Hauptnutzer/innen des Bades gehören: Kinder und Jugendliche! In einer Projektwoche mit der JKWF im Juni 2012 wurden daher neue Ausstellungsinhalte erarbeitet, die in der Ausstellung ergänzt wurden.
 
Die Gestaltungsprinzipien
Studierende der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung unter der Leitung von Prof. Ursula Gillmann erarbeiteten über zwei Semester mit großem Engagement die Gestaltung der Ausstellung. Insgesamt 16 angehende Gestalter/innen aus den Bereichen Grafik und Produktdesign arbeiteten an der der Ausstellung mit. Es wurde vor allem Wert darauf gelegt, das gesamte Schwimmbadgelände in die Ausstellung einzubeziehen und bereits vorhandene Ressourcen zu nutzen. So wurden die Mülltonnen zum Blickfang oder der Sprungturm zum Ausstellungsstück. Außerdem sollte einst Vorhandenes wieder sichtbar gemacht werden. Eine besondere Herausforderung stellten die Sicherheitsbedingungen des Schwimmbads und der Denkmalschutz für die Gestaltung dar, weshalb äußerst bedacht mit dem Ort und seinen Nutzer/innen umgegangen werden musste. Auch die übrigen Ausstellungselemente sollten sich ganz natürlich in ihre Umgebung einfügen und damit einen neuen Blick auf das Gewohnte ermöglichen.
 
Ausstellungsort:
Freibad Stadion,
Mörfelder Landstr. 362,
60528 Frankfurt am Main
 
Ausstellungsimpressum
Die Ausstellung ist eine Produktion des stadtlabor unterwegs und wurde initiiert durch die Freunde des Stadionbads e.V., gestaltet durch Studierende der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung und realisiert als Kooperationsprojekt mit der BBF GmbH, dem Eintracht Frankfurt Museum, der Jugend-Kulturwerkstatt Falkenheim Gallus e.V. und der Kinder- und Jugendkulturwerkstatt Break 14, Niederrad.
 
Gesamtleitung: Jan Gerchow
Projektleitung: Susanne Gesser
Kuratorin: Sonja Thiel
Museumsteam: Angela Jannelli, Katja Weber
Co-Kuratoren: Sunna Gailhofer, Guido Leson, Frauke Schulz, Matthias Thoma, Alexander Urban, Petra Voll

Leihgeber/innen: Thomas Bauer, BBF GmbH, Dieter Church, Andrea Dauth, Eintracht Frankfurt Museum, Ursula Mahner, Modehaus August Pfüller, Gudrun Thomale

Zeitzeug/innen: Ernst Czaronek, Uzit Dagan, Bernd H., Eldrid & Dorothee Kallenbach, Karl Kraus, Kurt Kraus Helmut Mühlmann, Klaus Dieter Fischer, Feli Gürsching, Gerhild Kirschner, Ursula Mahner & Barbara Steinmark, Ernst G. Straub, Irmgard Walther-Zeising, Renate Wirth (†).

Interviewpartner/innen 2011/12:
Ahmad&Navin&Yanina, Aki, Alex, Anna, Matthias Aul, Silvie Bitter, Björn, Heiner Börger, Simone Bremicker, Clemens, Christian, Christoph, Dennis, Dirk, David & Lukas Drexler, Georg Graf Vitzthum von Eckstädt, David Günther, Florian Auer, Florian Gutbrod, Fam. Groenecke, Maria Heinrich, Linda & Tanita Henrich, Fred Herbst, Michael Hinz, Inka, Jan, Johannes, Johannes, Stefan Junk, Derkan Kamyshev, Emma & Roger Kiem, Ralf Kreuzmann, Manu & Isabell Kunze, Lars, Lorenz, Veronika Loth-Markmiller, Moritz Meder, Edda Niedermayer, Alexander Nikolopoulos, Laura Padgett, Lutz Otto, Regina, Paul und Ole Rissmann, Steffen, Steven, Syle, Tobi, Tobias, Ümit, Vera, Michael Vukelic, Zwi Wasserstein, Joachim Wegmann, Yannic

Team der BäderBetriebe Frankfurt GmbH:
Hans Peter Adam, Benjamin B., Artur Borack, Petra Krebs, Bernd Nauheimer, Christian Treu

Gestaltung:
Studierende der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, Prof. Ursula Gillmann.
Entwürfe Wintersemester 2011/2012:
Alexander Brade, Ferdinand Drechsel, Tomke Fertig, Malte A. Frischemeier, Ekin Gülhan, Janina Halbig, Laura Sofie Hantke, Maria Katharina Hofmann, Rebecca Jopski, Nicole Lössner, Carmen Mauerer, Stefanie Müller, Philipp Ostermann, Paola Fernández Pio, Sara Spoerecke, Gordon Wehowsky
Realisation Sommersemester 2012:
Ferdinand Drechsel, Tomke Fertig, Janina Halbig, Rebecca Jopski, Nicole Lössner, Stefanie Müller, Philipp Ostermann, Paola Fernández Pio, Sara Spoerecke, Gordon Wehowsky
Irem Kurt/Zeitzeugenfilm

Fotografische Begleitung der Ausstellung:
Katrin Streicher, www.katrinstreicher.com

Rahmenprogramm /Vernissage
Kinder- und Jugendkulturwerkstatt Break 14: Aicha Bakhecha, Swantje Dahlen, Houda Hach - Mimon, Verena Halbe, Lesly Luzolo, Cordula Roth, Florian Wäldele, Isabell Weisgerberg, Valentina Weisgerberg, Cornelia Zippel.
Jugend-Kultur-Werkstatt Falkenheim Gallus e.V.: Georg Bachmann, Julia Isterling, Anne Jacoby Inmaculada Cuadrado Luque, Petra Väth
Georg-August Zinn Schule: Anja Hondelmann & Veli-Eren Beyaz, Marco Bruch, Lorena Di Rosa, Sabrina Esteves-Alturas, Gocobija Hamza, Eleni Gotzivelaki, Yasemin Hamankhail, Mehmet Hoplamaz, Icöz, Buse, Illunga, Elie, Usamah Ishtiaq, Gariijs Jegorovs, Yasmin Jiab, Arnold Klein, Alina Krolov, Simona Leikute, Lukas Moscato, Amira Naoir, Jennifer Pless, Alisa Saban, Daniel Sakyi, Steven Schmalhofer, Sahra Scholz, Lisa Shala, Nikolina Varsamis, Florian Walch, Alessia Zappietro

Emanuel Müller & die Synchronschwimmer des Frankfurter Volleyball Vereins
Susanne Beyer, Anke Rubien & Wasserspringer des Höchster Schwimm Vereins
Michael Müller, BäderBetriebe Frankfurt GmbH
Inge & Jogi Schricke, Tauchschule Diver's pro World GmbH

Herzlichen Dank an die übrigen Mitwirkenden: Stephan Bauer, Thomas Bauer, Gabriela Betz, Martin Bruch, Benedikt Burkard, Martha Caspers, Nina Gorgus, Carolin Jaeger, Heike Kaiser, Monica Kingreen, Christian Peukert, Emma Spelman, Gudrun Thomale, Christian Väth, Horst Ziegenfusz

 
Mit freundlicher Unterstützung von
Bionade/ Radeberger
freunde & förderer des historischen museums
Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main
Schöller
Fraport