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Besucher des Museums betrachten alte Grundmauern des Saalhofs
Museumsuferfest 2015. Führung mit Bettina Lenge-Tyazami, Die Staufer und das mittelalterliche Frankfurt, © HMF Foto Petra Welzel
Museumsbesucher betrachten eine Bauskulptur
Museumsuferfst 2015: Führung in der Ausstellung Stauferzeit © HMF Foto Petra Welzel

Die Stauferzeit vor 800 Jahren war für die Stadt besonders wichtig: Damals bildete sich die Bürgergemeinde, die Stadt wurde ummauert und erhielt das große Messeprivileg.

Im Untergeschoss der alten staufischen Königspfalz ist das wichtigste Ausstellungsobjekt das Gebäude selbst, der Stauferbau. Auf einem Steg durchwandern Besucherinnen und Besucher ausgegrabene Mauern, Brunnen und Kanäle, sie stoßen in die Schatzkammer vor und entdecken Krone, Szepter und Reichsapfel. 

Säulenkapitell, Aschaffenburg, um 1200, Sandstein © HMF Foto Uwe Dettmar
Staufisches Doppelkaitell, um 1200, Stein © HMF Foto Uwe Dettmar

Zierliche Säulen, Kapitelle mit Ranken und Blütenformen von staufischen Bauwerken zeigen den Geschmack um 1200.

Auf staufischen Pfennigen haben die Könige ihre Porträts hinterlassen. Es war ausschließlich dem König vorbehalten Münzen zu prägen. Gefäße aus Keramik und Metall und eine Feuerstelle veranschaulichen in der Palastküche, wie vor 800 Jahren gekocht wurde. Das Wappen der Familie Knobloch — drei ineinandergeschlungene Knoblauchpflanzen — erinnert an den Saalhof als wichtigen Handelsplatz für Messebesucher. Jacob Knobloch hat den Stauferbau im 14. Jahrhundert von Kaiser Otto IV. erworben. Von da an war er eine Anlaufstelle für Tuchhändler, die ihre Waren anboten.

Museumsuferfest 2015, 28. 08. - 30. 08. 2015; 29. 08. 2015: Bettina Lenge-Tyazami, Die Staufer und das mittelalterliche Frankfurt © HMF Foto Petra Welzel

Interaktives Stadtmodell

Ein maßstabgetreues Stadtmodell mit Gebäuden und Stadtmauern simuliert das Frankfurt der Stauferzeit.

Es zeigt die Altstadt zu dem Zeitpunkt als der Saalhof entstand, in der Zeit um 1200. Im Rahmen einer achtminütigen Animation erleben Besucherinnen und Besucher das Wachstum und die Veränderungen der Stadt auf dem Modell.